Mikrokaltumformen – Prozesse, Charakterisierung, Optimierung

Der Sonderforschungsbereich 747 „Mikrokaltumformen“ (SFB 747) stellte Prozesse und Methoden für die umformtechnische Herstellung metallischer Mikrokomponenten bereit. Der Fokus lag auf großen Losgrößen über 1 Mio. Stück. Hierbei wurden von der Werkstoffentwicklung über die Umformwerkzeuge, über die Bauteilprüfung bis hin zur Prozessgestaltung alle für den Umformprozess wesentlichen Aspekte einbezogen. Mit dem so erarbeiteten Wissen um die Mechanismen und Zusammenhänge wurde eine zielgerichtete Prozessauslegung und -verknüpfung für die prozesssichere umformtechnische Fertigung von metallischen Bauteilen mit einer Größe unter 1 mm ermöglicht. Rund 50 Wissenschaftler/-innen aus den Disziplinen Produktionstechnik, Physik, Materialwissenschaften, Elektrotechnik, Mathematik und Informatik stellten sich der Herausforderung. Der SFB 747 wurde von einem Industriearbeitskreis begleitet.

In der 1. und 2. Förderphase wurden die Chancen und Herausforderungen auftretender Größeneffekte identifiziert und mit dem gewonnenen Wissen Ansätze für neue Prozesse und Methoden entwickelt. Diese wurden auf Mikrobauteile mit komplexerem Funktionsspektrum erweitert - wobei die Prozesse gut beherrschbar, d. h. in der Regel möglichst einfach sind. Schwerpunkt der Forschung der abschließenden 3. Phase war die Hochskalierung der Stückzahlen, welche sich aufgrund verstandener und dadurch stabiler Prozesse erzielen lassen, sowie der Übergang zu mehrstufigen Umformprozessen. 

Sprecher des Sonderforschungsbereichs 747 „Mikrokaltumformen“ der Universität Bremen war Herr Prof. Dr.-Ing. Frank Vollertsen, Vize-Sprecher war Herr Prof. Dr. rer. nat. Peter Maaß